Während die Abwrackprämie die Kaufbegeisterten noch in Massen zu den Automobilhändlern lockte, war es vielen schon klar. Nach der Abwrackprämie würde es eine Flaute auf dem Automarkt geben. Sie hatten Recht. Denn nun bleiben die Kunden aus und Rabatte scheinen die Einzige Möglichkeit zu sein, sie wieder zurückzuholen.
Immer mehr Rabattaktionen
Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöfer sagt: „Es ist das deutliche Signal, dass der deutsche Automarkt in die Rezession läuft, während die Gesamtwirtschaft sich langsam aus der Krise erholt.“ Laut Dudenhöfer wird im Jahr 2010 rund eine Million Autos weniger verkauft als noch dieses Jahr. Überraschend mag dabei sein, dass die Händler mit ihren Rabatten nicht nur die Käufer von Kleinwagen locken wollen. Der ADAC und der Lehrstuhl für Automobilwirtschaft der Universität Dusiburg-Essen (Car) stellen beide fest, dass auch immer mehr Edel-Karossen in den Rabattkatalogen auftauchen. Wie dringend die Händler um Kunden ringen zeigt die Tatsache, dass es im Oktober mit einer Gesamtzahl von 306 ganze 29 Rabattaktionen mehr gab, als noch im September. Ausgewerten wurden von der Car dabei nur offiziell beworbene Rabattaktionen. Hinzu kommt noch der Nachlass, den Händler vor Ort geben können.
Von Kleinwagen und Edelmarken
Doch nicht nur die Anzahl der Rabatte, auch ihre Höhe ist teils enorm. Bis zu 48 Prozent kann der Käufer im Fall des Toyota Auris laut Car maximal Sparen. Der ADAC beziffert die maximale Erspranis hingegen mit 35 Prozent. Zusammenfassend meint der ADAC-Experte Vincenco Luca, dass die Zeit für einen Autokauf gerade sehr günstig ist. Besonders hoch seien die Rabatte bei Peugeot, Citroen und Ford.
Auch deutsche Edelmarken mischen in der Rabattschlacht mit. Bei Mercedes bekommt der Käufer einer A- oder C-Klasse bis zu 3.000 Euro für seinen Alten. Bei Audi und BMW bewegen sich die Rabatte allerdings nur im Bereich von zehn Prozent.
Bei den vielen Rabattaktionen sind die Käufer aber auch Verwirrt. Soll es nun lieber eine Ford Tageszualssung sein, ein Audi Jahreswagen oder doch eher ein neuer VW? Der ADAC-Experte rät zum Jahreswagen. Wem es nicht auf Fabrikfrische ankommt, bekommt damit einen Wagen, der den größten Wertverlust bereits hinter sich hat.
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