In den Autobesprechungen der Tageszeitungen bleibt der Aspekt des Benzinverbrauchs oft unberücksichtigt, stattdessen zählen hauptsächlich Design, Leistung und Preis. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Energie-Agentur (dena) im Rahmen einer Medienstudie.
Demnach wird der Spritverbrauch in weniger als der Hälfte aller Autorezensionen erwähnt. Wie der “Spiegel” unter Berufung auf die dena-Analyse berichtet, zählen stattdessen hauptsächlich Pferdestärken, Kaufpreis und Aussehen der Modelle. Dabei sind die Wagen der Oberklasse sowie Sport- und Geländewagen deutlich überrepräsentiert: Während der Untersuchung, die die Autoseiten zehn großer deutscher Tageszeitungen in der Zeit zwischen April 2008 und März 2009 beobachtete, kamen diese Modelle auf einen Anteil von 30 Prozent. Auf dem Markt machen sie dagegen gerade einmal 10 Prozent der Neuzulassungen aus. Des Weiteren hatten 25 Prozent der Fahrzeuge in den Besprechungen mehr als 180 PS und je höher jeweils die CO2-Werte waren, desto höher war die Wahrscheinlichkeit, dass die Tester den Verbrauch gänzlich verschwiegen. Außerdem waren die Bewertungen in fast allen Fällen gut, nur vier Prozent aller Besprechungen fielen negativ aus. Alternative Fortbewegungsmittel wie Carsharing, Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel wurden in den Zeitungen kaum berücksichtigt, sie kamen nur auf einen kleinen Anteil von fünf Prozent.
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